Hollywood-reife Produktvideos – fast gratis dank KI?

ChatGPT, Google Bard, Fireflies … Gehörst du zu den Menschen, die bei der schieren Masse von KI-Tools, die uns um die Ohren fliegen, Reissaus nehmen und lieber bei der «guten, alten Handarbeit» bleiben möchten? Oder bist du «Team KI» und dein Herz schlägt schneller, wenn ein Tech-Unternehmen wieder ein «noch intelligenteres, noch schnelleres Tool» herausbringt, das dir den Arbeitsalltag erleichtert?

Wir von MisSpelling gehören zu Letzteren. Meistens jedenfalls 😇. Wir sind begeistert von den unzähligen Möglichkeiten, die uns KI bietet, um die Projekte unserer Kunden voranzutreiben: Immer cleverere Websites, faszinierendere Social Media Posts, durchdachtere Performance Reports … Herrlich! Jedoch ist für uns bei der Feinarbeit der menschliche Touch ungeheuer wichtig. Unsere Texte werden von kreativen Menschen geschrieben, die KI für die erleichterte Recherche-Arbeit lieben. Unsere Fotos werden von unseren leidenschaftlichen Fotografen geschossen, die sich bei der Bildbearbeitung von KI unterstützen lassen. Unsere Websites werden von begeisterten Designern und Entwicklern liebevoll kreiert und mit cleveren SEO und Responsive Tools ergänzt.

Wenn das Zusammenspiel zwischen Mensch und KI richtig genutzt wird, entsteht eine inspirierende Symbiose – und genau diese machen wir uns bei MisSpelling zunutze.

Lies weiter – Sora wird dich begeistern

KI-affine Personen lesen unseren Blog sowieso gerne zu Ende. Wenn du aber an dieser Stelle bereits den «Reissaus-Wunsch» hast: Bleib noch einen Moment. Es wird sich für dich und dein Unternehmen lohnen 😊. Weil: Gegen Geldsparen hast du bestimmt nichts einzuwenden, gell? Also, halte durch. Zuerst erklären wir dir in fünf Punkten, was an KI überhaupt dran ist. Danach wird’s angenehm für dein Portemonnaie. Dann erzählen wir dir nämlich von Sora.

Also, los geht’s:

Künstliche Intelligenz: der kleine 5-Punkte-Überblick

Was ist denn nun künstliche Intelligenz (KI)?

KI sind digitale Anwendungen, welche mithilfe von «Selbst-Lern-Programmen» – sogenannten Deep-Learning-Algorithmen – so konfiguriert wurden, dass sie sich selbstständig weiterentwickeln. Damit kann KI Fähigkeiten nachahmen, die dem menschlichen Denken in gewisser Weise ähneln. Das funktioniert so: Die KI findet Regelmässigkeiten und Strukturen in riesigen Datenmengen. Sie entwickelt sich stetig weiter und ist sogar in der Lage, neue Kompetenzen zu erlernen – beinahe schon wie ein menschliches Gehirn. Künstliche Intelligenz erledigt Aufgaben mittlerweile überraschend zuverlässig – und das ganz ohne Ermüdung, Arbeitszeiten oder Forderung nach Gehalt. Klar, das hat dann natürlich erhebliche Konsequenzen für die Zukunft von zahlreichen Berufen. Wir dürfen uns also auf grosse Umwälzungen gefasst machen.

Ist KI wichtig?

Jap.

Wieso?

Weil komplexe Prozesse mit KI automatisiert werden können, wodurch Zeit und Personal effizienter genutzt werden können. KI-Technologien tragen dazu bei, die Belastung durch Routineaufgaben und Administration zu reduzieren. Mitarbeitende können sich auf wichtigere Aufgaben konzentrieren. Zudem kann KI helfen, eine bessere Work-Life-Balance zu finden oder dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Wer könnte da schon was dagegen haben?

Weshalb steht KI in der Kritik?

Doch, ja, es gibt leider auch gewisse Risiken. Ein Algorithmus besitzt weder empathische Fähigkeiten noch menschliche Moralvorstellungen. Er kennt nur das, was man ihm beibringt. KI-fähige Technologien können abseits vorhandener Daten den Kontext nicht immer verstehen. Die Algorithmen, die von KI-fähigen Technologien verwendet werden, um Entscheidungen zu treffen, sind nur so gut, wie es die Datenlage ist. Und diese kann unter Umständen einseitig, ungenau oder fehlerhaft sein. Noch gravierender aber ist die Tatsache, dass KI unter Umständen von Kriminellen zu manipulativen Zwecken eingesetzt werden könnte.

Was wird gegen Risiken getan?

Die Europäische Union (EU) hat diese Risiken frühzeitig erkannt. Als erste rechtliche Instanz weltweit ist sie nun daran, die Entwicklungen von KI zu reglementieren. Das KI-Gesetz der EU will sicherstellen, dass KI innerhalb der EU sicher, transparent und frei von Diskriminierung eingesetzt wird. In der Schweiz ist KI als Punkt in der aktuellen Legislaturperiode aufgenommen worden. Der Bundesrat möchte KI als Chance nutzen, er möchte die Risiken reduzieren, den Innovationsstandort Schweiz stärken und sich für zukunftsgerichtete nationale und internationale Regulierungen einsetzen.

So, jetzt sind wir alle auf demselben Wissensstand betreffend KI, und auch wenn du zu den KI-Skeptikern gehörst, kannst du jetzt zumindest überall zum Thema mitreden 😊. Jetzt geht es, wie versprochen, um dein Portemonnaie.

Sora von OpenAI: Produkt- oder Imagevideos von KI-Hand gedreht

Stell dir vor, du möchtest ein Produktvideo drehen. Einstellung 1: Dein Produkt fliegt, frisch von Göttern geschaffen, in sanften Bewegungen vom Himmel, vorbei an weissen Wölkchen, der Erde entgegen. Einstellung 2: In einer belebten Stadt mit Hochhäusern steht eine Gruppe Tausender Menschen mit den Händen zum Himmel ausgestreckt, die der Ankunft deines Produkts entgegenjubeln. Und jetzt stell dir das Budget vor, das du für diesen Produktfilm aufwerfen musst. Statisten, Drohnen, Regie, Videomaterial … Das zahlt man nicht mal so aus der Portokasse.

Hier kommt Sora ins Spiel

Sora ist eine Text-to-Video-Anwendung von OpenAI – das Unternehmen, welches mit ChatGPT bereits in neue Dimensionen von textbasierter KI aufgebrochen ist. Sora fütterst du mit einem Text – auch Prompt genannt –, und das Tool produziert dein gewünschtes Video. Sora ist in der Lage, komplexe Videos mit mehreren Charakteren (also deine Gruppe Tausender jubelnder Menschen), spezifischen Bewegungen (sanftes Fliegen vom Himmel zur Erde) und detaillierte Feinheiten (weisse Wölkchen) zu erstellen. Was Sora so besonders macht, ist die Fähigkeit, nicht nur zu verstehen, was der Benutzer möchte, sondern auch unglaublich gut zu erkennen, wie Dinge in der realen Welt funktionieren. Die Geschwindigkeit und die Qualität von Sora sprengen alle bisherigen Anwendungen. Noch vor einem Jahr waren solche Text-to-Video-Generatoren nicht in der Lage, auch nur halbwegs realistische Videos zu erstellen. Doch mit Sora schaffen es die Entwickler, absolut realistische und hochwertige Videos zu generieren, ohne auch nur eine Kamera einzuschalten. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklung ist atemberaubend.

Nobody (oder NoKI) is perfect

Zurzeit hat Sora noch mit gewissen Problemen zu kämpfen: Zum Beispiel gibt es noch Schwierigkeiten, komplexe physikalische Szenen zu simulieren, und das Programm versteht nicht immer spezifische Zusammenhänge von Ursache und Wirkung. Zudem kann Sora schnell verwirrt sein, wenn es um Details in einem Prompt geht. Doch steckt die Technologie ja noch in den Kinderschuhen. Es darf also damit gerechnet werden, dass auch diese Probleme in absehbarer Zeit verschwinden werden.

KI-Ambivalenz gilt auch für Sora

Ein grosses Problem von KI ist der Verlust von Authentizität und Vertrauenswürdigkeit von Videomaterial. Wenn es für alle möglich ist, ganz einfach realistische Videos zu erstellen oder zu manipulieren, wird es immer schwieriger, Echt von Fake zu unterscheiden.

Da Sora in der Lage ist, von Drohnen-Shots über Animationen bis hin zu Close-ups alle möglichen Videos zu generieren, wird es zukünftig weniger Videografen und Animatoren benötigen. Ganze Berufsfelder könnten massiv reduziert werden oder sogar komplett verschwinden. Wenn eine ganze Industrie durch KI ersetzt werden würde, wären Arbeitsplätzen und Know-how gefährdet. Ob diese mit neuen Arbeitsfeldern kompensiert werden, die durch KI neu entstehen, kann heute noch niemand abschätzen.

Marketingabteilungen, Agenturen und Verlage können natürlich stark von Sora und anderen KI-Anwendungen profitieren. Da die Erstellung von KI-generierten Videos viel Zeit und Geld spart, werden Videoproduktionen massiv günstiger. Mit diesem Videomaterial öffnen sich neue Möglichkeiten für Content Creators und Unternehmen – insbesondere kleine und mittlere Unternehmen könnten profitieren.

Die Entwicklung ist da und es ergibt kaum Sinn, sich dagegen zu sträuben. Wie gesagt: Auch bei MisSpelling nutzen wir bereits KI-Anwendungen, sei es als Inspiration beim Content oder für Bildbearbeitungen. Natürlich immer mit der nötigen Vorsicht und Kontrolle – durch unsere Mitarbeitenden aus Fleisch und Blut. Bei Texten überprüfen wir alle Angaben auf Richtigkeit, bei überarbeiteten Bildern achten wir auf Transparenz und Echtheit des Dargestellten. Manipulative Falschaussagen haben bei uns keinen Platz. Wir setzen die neuen Mittel dafür ein, unsere Kundschaft ins beste Licht zu rücken. Das mit Erfolg und ganz viel Herzblut.