Einheitsbrei im Content: Warum plötzlich alles gleich klingt
Es gibt diesen Moment. Du liest einen Text und denkst dir: «Ganz okay geschrieben… aber irgendwie hab ich das schon zehnmal gesehen.»
Spoiler: Hast du wahrscheinlich auch.
Willkommen in der Welt der KI-Texte. Schnell produziert, sauber formuliert, angenehm lesbar. Und leider oft komplett austauschbar.
Nicht weil KI schlecht ist. Sondern weil sie Muster liebt. Und wir Menschen sie meistens einfach durchwinken.
Wir müssen reden (bzw. schreiben…)! Merkst du was? Genau: der Blog-Einstieg wurde von ChatGPT verfasst. Klingt praktisch gleich wie der letzte LinkedIn-Beitrag deines Mitbewerbers, die Website-Einleitung deines Baumarkts oder die Einladung zur Abendunterhaltung deines Turnvereins, gell? Dieser KI-Einheitsbrei bei Texten nervt uns, als Leserinnen und Leser ebenso, wie als Online-Marketing-Agentur. Firmen verpassen die Chance, mit Worten herauszustechen, ihre Identität nach aussen zu tragen und damit ihre Zielgruppen zu erreichen. Und dagegen möchten wir etwas tun!
Ausserdem können KI-generierte Texte ganz schön schaden – irrwitzigerweise bei Content, der für Suchmaschinen und KI optimiert sein muss. Aber dazu später.
Wir wollen wieder etwas Farbe (natürlich am liebsten lila 😉) und Abwechslung in Texte bringen. Und vor allem Freude am Schreiben und am Lesen von verschiedenen Content-Formaten. Deshalb haben wir KI-Texte analysiert und verraten dir in diesem Blog, woran man sie erkennt, geben Tipps, wie sie lebendiger werden und was du tun kannst, wenn bei dir der Genuss am Schreiben so gar nicht vorhanden ist.
So entlarvst du KI-Texte
1. «Nicht – sondern»
«Nicht» ist irgendwie ein Lieblingswort von ChatGPT: Zum Beispiel:
- «KI-Texte sind langweilig. Nicht, weil sie schlecht sind. Sondern weil sie alle gleich klingen.»
- «Das Problem ist nicht der Zusatz «nicht». Das Problem ist, dass das Wort «nicht» gefühlt in praktisch jedem Text steht.»
Achte dich mal darauf: Solche Sätze werden dir ab sofort in jedem KI-Text auffallen.
Lass uns dies so umschreiben, dass es besser klingt:
- «KI-Texte sind langweilig, weil sie alle gleich klingen.»
- «Der Satz klingt zwar ok, das Problem ist jedoch, dass das Wort «nicht» gefühlt in jedem zweiten Text steht.»
2. Dreier-Grüppchen
KI hat offenbar ein Faible für die Zahl Drei.
- «Content, Planung und Analyse sind entscheidend.»
- «Zielgruppen unterscheiden sich in Verhalten, Plattformwahl und Customer Journey.»
Klar sind diese Sätze korrekt; spannend sind sie eher nicht so….
Lass uns dies so umschreiben, dass es besser klingt:
KI-Texte verraten sich durch diese Dreierkombis. Natürlich musst du jetzt nicht überall Wörter dazuerfinden oder Wichtiges weglassen. Aber ein bisschen Abwechslung wäre doch schön: mal 2er-Grüppchen, mal vier Aufzählungen.
- «Content und Planung sind entscheidend, eine saubere Analyse ist unverzichtbar.»
- «Zielgruppen ticken unterschiedlich. Sie klicken, lesen, kaufen anders und manchmal machen sie einfach gar nichts.»
Schon wirkt’s lebendiger!
3. Emoji-Overkill
👉 Das hier, ✅ das auch, dann dieses 🚀 und natürlich die beliebten Zahlen 1️⃣2️⃣3️⃣… Wenn ein Text aussieht wie ein motivierter LinkedIn-Post von 2021, ist die Chance hoch, dass KI im Spiel war.
So wird’s besser:
Lieber ein gut gesetztes 😬, als fünf Pflicht-Pfeile hintereinander.
4. Der Gedankenstrich –
Der schmerzt uns am meisten! Gedankenstriche bringen nämlich einen schönen Flow in Sätze. Aber wo er früher Stilmittel war, ist er heute ein Verdachtsmoment, dass ein Text der «Feder» von ChatGPT entsprungen sein könnte, vor allem, wenn er inflationär eingesetzt wird und keinen Mehrwert bringt.
- «Guter Content ist wichtig – besonders im digitalen Marketing.»
- «Reichweite kostet – Zeit, Know-how und Budget.»
Lass uns dies so umschreiben, dass es besser klingt:
Stell dir folgende Frage: Bringt der Gedankenstrich mehr Wirkung als ein Punkt oder Komma? Wenn nicht, lass ihn weg und heb ihn dir für einen besonderen Moment auf.
- «Ohne guten Content läuft im digitalen Marketing nichts.»
- «Reichweite kostet Zeit, Know-how und Budget.»
5. Kurzsätze. Mit Punkt.
Das hier ist so ein Klassiker: «Effizient. Nachhaltig. Punkt.» Das war mal ein cooler Stilbruch, aber wenn jeder zweite Satz so aussieht, hat es definitiv keinen Stil mehr. Weil:
- «Klingt gut. Bringt nichts. Willkommen im KI-Einheitsbrei.»
So wird’s besser:
Ab und zu klingen kurze Sätze super. Aber nur, wenn sie gezielt eingesetzt werden. 😉
6. Aalglatte Worte
Mit KI geschriebene Aussagen klingen oft krass schlau, sagen bei genauerem Hinsehen aber ungefähr gar nichts aus. Das könnte zum Beispiel so klingen:
- «Bei uns erwarten dich effiziente Prozesse für optimale Ergebnisse.»
- «Wir schaffen Mehrwert durch ganzheitliche Ansätze.»
Hä? Gefühlt hast du ähnliches schon 50 x in diversen Zusammenhängen gelesen, oder? Solche Sätze klingen beeindruckend, haben aber null Inhalt und schon gar keine Aussagekraft.
Lass uns dies umschreiben, so dass es besser klingt:
- «Wir arbeiten strukturiert, damit du schneller bessere Resultate siehst.»
- «Wir schauen uns dein Marketing als Gesamtes an und optimieren die Stellen, die dich aktuell Kunden kosten.»
Und nun?
Es gibt natürlich noch einige weitere Merkmale, an denen man von KI verfasste Texte erkennen kann – wir wollen dich aber nicht langweilen, den Punkt haben wir klar gemacht: Lass uns KI als Werkzeug nutzen, nicht als Ersatz für die eigene Stimme, den eigenen Stil. Wenn wir alle gleich schreiben, gleich strukturieren und gleich klingen, geht die Stimme deiner Firma verloren und dein Angebot verschwimmt im Einheitsbrei.
Warum dich das kümmern sollte
Deine Zielgruppe will direkt angesprochen werden und muss erkennen, was dich ausmacht. Du und dein Angebot müssen herausstechen und überzeugen, sonst wird das nix mit den Conversions.
KI mag keine KI
Und jetzt, wie eingangs angekündigt, zu einem ganz wichtigen Grund, wieso du deine Texte für deine Website nicht mit KI schreiben lassen solltest: Du schwächst dein SEO (Search Engine Optimization) und dein GEO (Generative Engine Optimization). Heisst, Google findet dich nicht und KI zitiert dich nicht.
Typische Probleme von KI-generierten Texten bei SEO und GEO
- Oberflächlicher Inhalt (kein echter Mehrwert)
Suchmaschinen bevorzugen Inhalte mit Substanz, KI schreibt jedoch oft generisch und mittelmässig gut. Es fehlt an echten Erfahrungen oder neuen Perspektiven und dies strafen Suchmaschinen ab.
- Duplicate Content
Viele KI-Texte ähneln sich stark (gleiche Struktur, ähnliche Formulierungen). Das kann als doppelt gewertet werden und wird als Duplicate Content abgestraft.
- Fehlende E-E-A-T Signale
Für GEO ist E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) zwingend. KI hat aber keine echte Erfahrung oder Autorität, das heisst, dass Inhalte weniger glaubwürdig wirken, wenn sie nicht menschlich ergänzt werden.
- Keyword-Stuffing / unnatürliche Optimierung
KI neigt dazu, Keywords zu oft oder unnatürlich einzubauen, was mehr schadet als hilft.
- Nicht zitierwürdig
KI-Systeme bevorzugen Inhalte, die einzigartig, konkret und zitierbar sind. Generische Texte werden seltener als Quelle verwendet.
- Fehlende Originaldaten / Beispiele
GEO liebt eigene Studien und konkrete Zahlen, KI liefert jedoch meist nur allgemeines Wissen.
- Fehlende Zielgruppen-Ansprache
KI trifft nicht immer den richtigen Ton oder die Suchintention deiner Zielgruppen.
Was wir bei MisSpelling daraus machen
Wir merken sofort, wenn ein Text nach KI riecht, und wissen, wie sehr dies deinem Content und deiner Performance schaden kann. Deshalb haben wir ein Angebot entwickelt, mit dem wir solchen Texten Relevanz und Leben einhauchen. Schick uns deine KI-generierten Texte und wir überarbeiten sie mit Fingerspitzengefühl.
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